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§ 14a EnWG verlangt, dass Netzbetreiber Steuerungsentscheidungen messwertbasiert und netzpunktgenau treffen. In der Ortsnetzstation müssen hierfür die einzelnen Abgänge am Transformator kontinuierlich erfasst werden. Die Messwerte dienen anschließend der Netzzustandsbewertung und ermöglichen ein diskriminierungsfreies Dimmen größerer Verbraucher und Erzeuger wie Wärmepumpen, PV-Anlagen und E-Ladesäulen. Das Komplettlösung zur Abgangsmessung nach § 14a EnWG von A. Eberle in Verbindung mit offenen Schnittstellen ermöglicht die Umsetzung in Neuanlagen und Bestandsanlagen (Retro-Fit).
Paragraph 14a EnWG regelt die Steuerung des Energieverbrauchs bei steuerbaren Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen, Elektrofahrzeugen, Speicherheizungen, Kälteerzeugungsanlagen sowie Batteriespeichern, wenn sie Strom beziehen. Netzbetreiber dürfen unter bestimmten Bedingungen eingreifen, um die Netzstabilität zu sichern. Das Gesetz wurde 2023 verabschiedet und trat am 1. Januar 2024 in Kraft.
Die Umsetzung von § 14a EnWG befindet sich aktuell in der Einführungsphase. Für Netzbetreiber ergeben sich dabei vor allem Herausforderungen bei der technischen Umsetzung, der Standardisierung der Steuerungssysteme und der Integration in bestehende IT-Infrastrukturen. Zudem sind Fragen zur praktischen Anwendung, zur Kundenkommunikation und zur wirtschaftlichen Ausgestaltung weiterhin offen.

Key Takeaways
- § 14a EnWG umsetzen heißt: Steuerungsentscheidungen messwertbasiert und netzpunktgenau treffen - nicht rein modellbasiert.
- In der Ortsnetzstation laufen die relevanten Daten zusammen: die ONS bildet den Knotenpunkt für Paragraph 14a
- Für die Praxis entscheidend ist die Abgangsmessung: Auslastung je Abgang, Spannungsbandverletzungen, Unsymmetrien und dynamische Lastwechsel.
- Eine § 14a-EnWG-konforme Lösung muss Ereignisse und Grenzwertverletzungen nachvollziehbar dokumentieren und Daten sicher speichern.
- Modulares Konzept für Neuanlagen und Bestandsanlagen (Retro-Fit): Kopfgerät + Spannungssensorik + Abgangsanbindung mit offenen Schnittstellen zur Leitsystem-Integration.
Was regelt § 14a EnWG - und warum sind Messwerte Pflicht?

EnWG Paragraph 14a legt fest, wann und wie Netzbetreiber steuerbare Verbraucher steuern dürfen, um Lastspitzen zu vermeiden. Die § 14a EnWG Festlegung der Bundesnetzagentur definiert die genauen Voraussetzungen für diese Steuerung. Das Ziel ist eine einheitliche Anwendung dieser Regelungen.
Die Bundesnetzagentur konkretisiert, dass Steuerungsentscheidungen nicht auf rein modellbasierten oder statistischen Annahmen beruhen dürfen. Erforderlich sind reale Messwerte an geeigneten Netzpunkten, die eine objektive Beurteilung der tatsächlichen Netzsituation ermöglichen.
Ziel von § 14a EnWG: Netzstabilität durch netzdienliche Steuerung
Das Hauptziel des Paragraph 14a EnWG ist die Sicherung der Netzstabilität. Durch die Steuerung des Energieverbrauchs bei steuerbaren Geräten können Netzbetreiber auf Engpässe reagieren und die Integration erneuerbarer Energien unterstützen. Der EnWG § 14a 2024 soll zur Energiewende und zur effizienten Nutzung der Netzkapazitäten beitragen.
Wen betrifft § 14a EnWG - Netzbetreiber und Kundenanlagen

Die Regelung betrifft Netzbetreiber und Verbraucher. Netzbetreiber können steuerbare Geräte steuern, um das Netz zu stabilisieren. Verbraucher müssen diese Steuerung akzeptieren, können jedoch von günstigeren Tarifen profitieren, wenn sie ihre Flexibilität zur Verfügung stellen, wie im § 14a EnWG Modul 1 vorgesehen.
Im Mittelpunkt der technischen Umsetzung steht dabei die Ortsnetzstation als zentraler Übergabepunkt zwischen Mittel- und Niederspannungsnetz. Hier laufen alle relevanten Informationen zur Netzauslastung zusammen.
Welche Messwerte brauchen Netzbetreiber für § 14a-EnWG-Entscheidungen?
Warum Trafo-Gesamtlast allein nicht reicht:
Netzbetreiber müssen künftig in der Lage sein, Steuerungsentscheidungen auf Basis des realen Netzzustands zu treffen. Dazu ist eine kontinuierliche Erfassung und Bewertung relevanter Netzparameter erforderlich.
Entscheidend ist dabei nicht nur die Gesamtbelastung des Transformators, sondern insbesondere:
- die Auslastung einzelner Abgänge
- Spannungsbandverletzungen --> Suchen Sie bei Spannungsbandverletzungen konkrete Lösungen? LVRSys® löst Spannungshaltungsprobleme im Niederspannungsnetz kosteneffizient und ist flexibel einsetzbar.
- Unsymmetrien
- dynamische Laständerungen
Nur wenn diese Informationen vorliegen, können gezielte und verhältnismäßige Steuerungsmaßnahmen umgesetzt werden.
§ 14a EnWG 2024: Was sich für die Umsetzung ändert
Mit der § 14a EnWG Novelle 2024 wurden Anpassungen am Paragraph 14a EnWG vorgenommen, um die Steuerbarkeit von Verbrauchseinrichtungen zu stärken. Eine zentrale Neuerung ist die Ausweitung der Steuerungsmöglichkeiten auf weitere Technologien wie smarte Haushaltsgeräte und dezentrale Energiespeicher.
Die § 14a EnWG neue Fassung definiert präziser, welche Verbrauchseinrichtungen steuerbar sind und welche Mechanismen dafür genutzt werden. Zudem müssen Netzbetreiber nun transparenter dokumentieren und offenlegen, wann und wie Steuerungsmaßnahmen durchgeführt werden. Ein weiterer Aspekt der § 14a EnWG Novelle ist die verbesserte Kommunikation zwischen Netzbetreibern und Verbrauchern durch digitale Technologien.
Neue Anforderungen: Abgangsmessung in der Ortsnetzstation nach § 14a EnWG
Mit den Anpassungen und Neuerungen im EnWG § 14a sind für Netzbetreiber zusätzliche Anforderungen an die Leistungsmessung in den Ortsnetzstationen verbunden. Zu den wesentlichen Neuerungen zählen:
Verpflichtung zur umfassenden Messdatenerfassung
Netzbetreiber müssen sicherstellen, dass die Leistungsmessung in allen relevanten Leitungsabgängen der Ortsnetzstationen kontinuierlich und in Echtzeit erfolgt. Die gesammelten Daten müssen für eine detaillierte Analyse der Netzlasten verfügbar sein, um die Steuerungsmechanismen nach Paragraph 14a EnWG effektiv umzusetzen.
Integration in digitale Netzleitsysteme
Die gemessenen Leistungsdaten aus den Ortsnetzstationen müssen in die zentrale Netzzustandsermittlung integriert werden, um eine automatisierte Steuerung zu ermöglichen. Dies erfordert von den Netzbetreibern Investitionen in digitale Infrastruktur und die Implementierung von Schnittstellen, die eine Echtzeitkommunikation zwischen den Messgeräten und den höhergelagerten Systemen gewährleisten.
Datenverarbeitung und -analyse
Netzbetreiber müssen sicherstellen, dass die gesammelten Messdaten nicht nur gespeichert, sondern auch in Echtzeit analysiert werden können. Dies umfasst die Entwicklung und den Einsatz von Algorithmen, die dazu in der Lage sind, Anomalien zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu initiieren. Die Umsetzung erfolgt über Systeme zur Netzzustandsermittlung (z. B. Envelio, Fichtner, Venios).
Was bedeutet die neue Regelung für Netzbetreiber?
Warum die Ortsnetzstation der Schlüsselpunkt für § 14a EnWG ist
Der Transformator ist das kritischste und kostenintensivste Betriebsmittel der Ortsnetzstation. Gleichzeitig bildet er den zentralen Engpasspunkt für netzorientierte Steuerungsmaßnahmen nach § 14a EnWG.
Eine § 14a-konforme Lösung sollte daher:
- den Transformator kontinuierlich überwachen
- Abgangsströme transparent erfassen
- Spannungen und Leistungen korrekt bewerten
- Ereignisse und Grenzwertverletzungen dokumentieren
Power-Quality-Messtechnik übernimmt hierbei nicht nur die Messfunktion, sondern fungiert zugleich als Remote Terminal Unit und Störschreiber.

Vorstellung: Abgangsmessung in der Ortsnetzstation nach § 14a EnWG-
Die Komplettlösung von A. Eberle
Abgangsüberwachung nach § 14a EnWG: die Komplettlösung von A. Eberle
Für die Abgangsüberwachung nach § 14a EnWG arbeiten Kopfgerät, Spannungssensorik und Abgangsmessung als Gesamtsystem zusammen: Daszentrale Kopfgerät »PQI-LV« übernimmt Erfassung, Datenspeicherung und die Anbindung an übergeordnete Systeme. Je nach Ausgangssituation erfolgt die Abgangsanbindung entweder über Schaltleisten (z.B. Jean Müller) in Neubauanlagen oder »V-Sense« als zentrale Spannungssensorik und »P-Sense« zur dezentralen Strommessung je Abgang über Rogowskispulen (Retro-Fit). So entsteht eine modulare und § 14a-konforme Lösung, die sowohl in Neubauanlagen als auch in Bestandanlagen skalierbar eingesetzt werden kann.
Man unterscheidet dabei zwei Anwendungen:
Einsatz in Neu- und Bestandsanlagen
Vergleich der Abgangserfassung
Schaltleisten (Neuanlagen) vs. »V/P-Sense« (Retro-Fit)
Neuanlagen
In Neuanlagen erfolgt die Integration mit »PQI-LV« als Kopfgerät über Modbus RTU an Schaltleisten namhafter Hersteller. Weitere Sensoriken sind flexibel über Modbus RTU anbindbar.

Bestandsanlagen (Retro-Fit)
In Bestandsanlagen erfolgt die Abgangsüberwachung mit »PQI-LV« als Kopfgerät, »V-Sense« als zentrale Spannungssensorik und »P-Sense« zur Stromerfassung an den Abgängen über Rogowskispulen.

Systemkomponenten
Für die Abgangsüberwachung nach § 14a EnWG
Haben Sie Fragen zu unseren Produkten oder suchen Sie die passende Lösung zur Umsetzung von § 14a EnWG? Klicken Sie auf ein Produkt unten und dann auf "Produkt anfragen". Unsere Experten beraten Sie gerne.

Komplettlösung zur Abgangsmessung in der Ortsnetzstation nach § 14a EnWG
Skalierbare Lösung für Neu- und Bestandsanlagen als Grundlage zur Netzzustandsermittlung nach § 14a EnWG
Komplettlösung für die Abgangsmessung nach § 14a EnWG: »PQI-LV« dient als Kopfgerät. In Neuanlagen erfolgt die Einbindung über Schaltleisten (z.B. Jean Müller), in Bestandsanlagen über »V-Sense« und »P-Sense«. Als Gurndlage für eine belastbare Netzzustandsermittlung mit offener Datenanbindung.

WebPQ®
Zentrale Analyse und Bereitstellung von Messdaten für die Abgangsmessung nach § 14a EnWG
WebPQ® ist die zentrale Analysesoftware für die Auswertung und Bereitstellung der erfassten Messdaten aus der Ortsnetzstation. Im Kontext der Abgangsmessung nach § 14a EnWG ermöglicht WebPQ die strukturierte Analyse, Visualisierung und Weiterverarbeitung der relevanten Messgrößen. Sowohl in lokalen Systemumgebungen als auch als SaaS-Lösung.
IT-Sicherheit by Design - vom Hersteller mit ISO 27001-Zertifizierung
Sicherer Betrieb, kontrollierter Zugriff und geschützte Datenübertragung für Messsysteme im Verteilnetz
Das Messkonzept mit dem Kopfgerät »PQI-LV« verfügt über modernste IT-Sicherheitsfunktionen wie ein vollwertiges Audit Logging, Verschlüsselungstechnologien sowie ein User Rights Management (URM) mit Role Based Access Control (RBAC).

Dokumente zu § 14a EnWG mit Mehrwert zum Download
Kostenfreier Integrationsleitfaden, Ausschreibungstexte & Datenblätter »PQI-LV«, »V-Sense« & »P-Sense«
Zur Unterstützung bei der praktischen Umsetzung von § 14a EnWG stellen wir kostenfrei praxisnahe Arbeitsdokumente zur Verfügung.
Integrationsleitfaden § 14a EnWG
Der Integrationsleitfaden beschreibt:
- regulatorische Anforderungen
- technische Architektur für Ortsnetzstationen
- Mess- und Kommunikationskonzepte
- Betrieb, IT-Sicherheit und Wartung
Kostenfrei herunterladen:
► Integrationsleitfaden zur Überwachung von Ortsnetzstationen nach § 14a EnWG
Muster-Ausschreibungstexte
Die Ausschreibungstexte sind direkt einsetzbar und unterstützen Netzbetreiber bei Planung, Beschaffung und technischer Bewertung.
Kostenfrei herunterladen:
► Ausschreibungstexte für § 14a-konforme ONS-Überwachung
Technische Datenblätter
Fazit: Checkliste für § 14a EnWG in der Ortsnetzstation
§14a EnWG erfordert eine objektive, messwertbasierte Netzzustandsermittlung. Voraussetzung dafür ist eine durchgängige Erfassung relevanter Netz- und Abgangsdaten sowie deren sichere Weiterverarbeitung.
Eine praxistaugliche §14a-Lösung umfasst:
- zentrale Power-Quality-Messung am Transformator
- modulare Abgangsüberwachung mit »P-Sense« und »V-Sense«
- kontinuierliche und ereignisbasierte Messung
- lokale Datenspeicherung über lange Zeiträume
- offene Schnittstellen zur Integration in bestehende Netz- und Leitsysteme
- Enterprise-Softwarelösung zur Visualisierung und Verwaltung der Messstellen
Für einen zuverlässigen Betrieb sind zudem ausfallsichere Kommunikation, stabile Energieversorgung und IT-Sicherheit entscheidend, damit Messdaten auch bei Netzausfällen vollständig und korrekt erfasst werden.
A. Eberle unterstützt Netzbetreiber mit geeigneter Messtechnik sowie mit Konzepten für Planung, Betrieb und Weiterentwicklung der Verteilnetze.

FAQ - zu § 14a EnWG in der Ortsnetzstation
Was bedeutet § 14a EnWG für Netzbetreiber in der Praxis?
§ 14a EnWG verpflichtet Netzbetreiber, Steuerungsmaßnahmen für steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen, Ladepunkte oder Speicher verhältnismäßig und nachvollziehbar umzusetzen. Grundlage dafür sind reale Messwerte aus der Ortsnetzstation - abgangsscharf.
Warum reicht die Trafogesamtlast für § 14a EnWG-Entscheidungen nicht aus?
Die Gesamtbelastung am Transformator zeigt nur einen Summenwert. Für eine zielgerichtete und netzorientierte Steuerung ist zusätzlich Transparenz auf Abgangsebene erforderlich, da Engpässe und Grenzwertverletzungen häufig abgangsbezogen auftreten. Ohne diese Informationen können Steuerungsmaßnahmen nicht präzise und verhältnismäßig umgesetzt werden.
Welche Messwerte sind für die Umsetzung von § 14a EnWG in der Ortsnetzstation entscheidend?
Entscheidend sind insbesondere:
- die Auslastung einzelner Abgänge
- Ströme je Abgang
- Wirk- und Blindleistungen je Abgang einschließlich Leistungsrichtung
- Leistungsfaktor, zum Beispiel cos phi, je Phase und Abgang
- Spannungswerte
Was muss eine § 14a EnWG-konforme Messlösung leisten?
Eine praxistaugliche Lösung sollte den Transformator kontinuierlich überwachen, Abgangsströme transparent erfassen sowie Spannungen und Leistungen zuverlässig bewerten. Zusätzlich sollte sie Messwerte bei Kommunikationsunterbrechungen puffern und ein zentrales, ereignisbasiertes Alarmmanagement unterstützen.
Ebenso wichtig sind eine ausfallsichere Kommunikation, eine Langzeitspeicherung der Daten sowie offene Schnittstellen zur Integration in bestehende Netz- und Leitsysteme, zum Beispiel über REST-API, IEC 60870-5-104 oder MQTT.
Weiterhin sollte die Lösung für große Rollouts geeignet sein und die zentrale Verwaltung vieler Messstellen unterstützen.
Wie unterscheidet sich die Abgangsmessung in Neubauanlagen und Bestandsanlagen?
Im Neubau kann die Abgangsüberwachung von Anfang an strukturell eingeplant werden, zum Beispiel über eine Anbindung mittels Modbus-Schaltleiste. Sie ist dann als fester Bestandteil der Ortsnetzstation ausgelegt.
Im Retrofit kann die Strommessung dezentral nachgerüstet werden, etwa über V-Sense und P-Sense 4 sowie Rogowskispulen. Das ermöglicht eine Nachrüstung ohne tiefgreifenden Eingriff in die Primärtechnik.
Welche physikalischen Kommunikationsschnittstellen stehen zur Verfügung?
Das System aus Kopfgerät, zum Beispiel einem PQI-LV oder PQI-DA smart, und den angebundenen Sensoren ist systemoffen ausgelegt. Dadurch können Messdaten je nach Anforderung und vorhandener Infrastruktur über unterschiedliche physikalische Schnittstellen bereitgestellt werden. Der Hintergrund dafür ist, dass die Anforderungen an die Kommunikation je nach Anwendungsfall und vorhandener Infrastruktur variieren können. Daher ist es wichtig, eine flexible Lösung zu haben, die verschiedene Schnittstellen unterstützt.
Typische Schnittstellen sind:
- Glasfaser
- SHDSL auf Basis von Kupferleitungen
- LTE oder 5G
- 450-MHz-Kommunikation für Anwendungen in kritischen Infrastrukturen
Gerade im Umfeld kritischer Infrastrukturen ist eine robuste und sichere Kommunikationslösung wichtig, die auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig funktioniert. Daher empfiehlt es sich, die Kommunikationsschnittstellen sorgfältig auszuwählen und gegebenenfalls redundante Lösungen zu implementieren.
Erzeugen die Messdaten hohen Kommunikationsaufwand und damit hohe Kosten?
Der Kommunikationsaufwand hängt im Wesentlichen vom gewählten Protokoll, der Anzahl der Messstellen und dem gewünschten Datenumfang ab. Moderne Lösungen wie WebPQ sind darauf ausgelegt, Daten effizient zu komprimieren, zu puffern und bedarfsgerecht zu übertragen. Dadurch bleibt der Bandbreitenbedarf in der Praxis gering.
Bei einer direkten Bereitstellung über MQTT oder IEC 60870-5-104 kann durch den Protokolloverhead ein höherer Kommunikationsaufwand entstehen. Auch in diesen Fällen sind jedoch Optimierungen möglich, um den Datenverkehr zu reduzieren.
Selbst Power-Quality-Messdaten lassen sich durch geeignete Komprimierung und Aufbereitung wirtschaftlich übertragen. Als Richtwert kann die Übertragung in Richtung WebPQ im typischen Anwendungsfall bei etwa 20 MB pro Woche zur Bewertung der EN 50160 herangezogen werden.
Wie erfolgt der Zugriff auf die Messdaten und entstehen Kosten pro Abgang?
Die Messdaten stehen entweder lokal in einer On-Premise-Umgebung oder über die WebPQ-SaaS-Lösung zur Verfügung. In beiden Fällen bleiben die Daten vollständig zugänglich und auswertbar. Eine Abrechnung pro Abgang auf z. B. Monatsbasis erfolgt nicht.
Welche Kosten entstehen für die Bereitstellung der Messdaten?
Die Kosten für die Bereitstellung der Messdaten hängen von der gewählten Betriebsform ab.
Bei einer On-Premise-Installation fallen in der Regel einmalige Kosten für Hardware, Software und Inbetriebnahme sowie laufende Aufwände für Wartung und Betrieb an. Alternativ kann die WebPQ-SaaS-Lösung genutzt werden. Hier entstehen typischerweise einmalige Kosten für die Hardware sowie eine wiederkehrende Gebühr pro Kopfgerät.
In beiden Varianten entstehen keine zusätzlichen Kosten pro Abgang, da die Messdaten zentral erfasst und bereitgestellt werden.
Wie werden Messdaten für § 14a EnWG in Systeme zur Netzzustandsermittlung integriert?
Für die Bereitstellung von Messdaten an Netzleitsysteme oder Systeme zur Netzzustandsermittlung im Rahmen von § 14a EnWG gibt es grundsätzlich zwei Ansätze:
1) Zentrale Bereitstellung über WebPQ
Mit WebPQ werden Messdaten aus Ortsnetzstationen zentral erfasst, verarbeitet und über eine einheitliche REST-API bereitgestellt. Dadurch entsteht eine konsistente Schnittstelle für alle angebundenen Systeme.
Vor allem bei einer großen Anzahl an Messstellen bietet dieser Ansatz klare Vorteile im Fleetmanagement: Geräte, Datenflüsse und Zustände lassen sich zentral überwachen, verwalten und skalieren. Gleichzeitig reduziert sich der Integrationsaufwand auf eine standardisierte Schnittstelle.
2) Dezentrale Bereitstellung über Geräteschnittstellen
Alternativ können Messdaten direkt aus den Geräten, zum Beispiel aus dem PQI-DA smart, über IEC 60870-5-104 oder MQTT bereitgestellt werden.
Dieser Ansatz ermöglicht eine direkte Kommunikation, führt bei größeren Stückzahlen jedoch zu höherem Aufwand, da jedes Gerät einzeln in die Zielsysteme integriert und betrieben werden muss. Auch das Fleetmanagement verteilt sich in diesem Fall auf viele Einzelverbindungen.
Fazit
Beide Wege sind grundsätzlich möglich. WebPQ bietet eine zentrale und skalierbare Lösung mit vereinfachtem Fleetmanagement und einheitlicher API. Die direkte Geräteanbindung ist ebenfalls umsetzbar, geht bei größeren Rollouts jedoch mit höherem Integrations- und Betriebsaufwand einher.
Was ist der beste nächste Schritt, wenn wir § 14a EnWG in unseren Ortsnetzstationen umsetzen wollen?
Der sinnvollste Einstieg ist eine strukturierte Bestandsaufnahme: Welche Ortsnetzstationen sind betroffen? Welche Abgänge sind kritisch? Welche Messpunkte werden benötigt? Und wie soll die Anbindung an das zentrale System erfolgen?
Auf dieser Basis lässt sich ein modulares Konzept für Neubau- und Retrofit-Szenarien entwickeln, einschließlich Mess-, Kommunikations- und Dokumentationsanforderungen.
Haben Sie Rückfragen oder möchten Sie Ihre § 14a EnWG Umsetzung konkret planen? Kontaktieren Sie Ihren vertrieblichen Ansprechpartner oder schreiben Sie uns an vertrieb@a-eberle.de. Unsere Spezialisten beraten Sie gerne.
Abgangsüberwachung als Grundlage für Netzzustandsermittlung nach §14a EnWG
Die Komplettlösung von A. Eberle
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